Whitepaper zum NIS2 Gesetz

So setzt du DSGVO-Compliance in einer Hybrid-Cloud-Umgebung um

Das wichtigste auf einen Blick
- Hybrid-Cloud-Modelle kombinieren lokale Systeme und Public Cloud – und bringen neue DSGVO-Herausforderungen mit sich.
- Datenschutz bleibt deine Verantwortung, auch wenn Cloud-Provider Daten hosten.
- Verschlüsselung, Zugriffskontrollen und Verträge zur Auftragsverarbeitung sind Pflicht.
- Automatisiertes Monitoring sorgt für Transparenz und kontinuierliche Compliance.
- Mit heyData steuerst und dokumentierst du DSGVO-Compliance in der Cloud zentral.
Einleitung
Die Cloud ist längst Standard – doch die wenigsten Unternehmen nutzen sie ausschließlich.
Häufig werden sensible Daten sowohl lokal (On-Premises) als auch in Cloud-Diensten verarbeitet. Dieses Hybrid-Cloud-Modell bietet viele Vorteile, birgt aber auch erhebliche Datenschutzrisiken.
Die DSGVO ist hier eindeutig:
Auch wenn du Dienste von Amazon, Microsoft oder Google nutzt, bleibt dein Unternehmen verantwortlich für den Schutz personenbezogener Daten.
In diesem Artikel erfährst du:
- welche DSGVO-Pflichten in einer Hybrid Cloud gelten,
- wie du technische und organisatorische Maßnahmen umsetzt,
- und wie heyData dich bei Automatisierung und Dokumentation unterstützt.
Inhaltsverzeichnis:
Was bedeutet Hybrid Cloud – und warum betrifft sie die DSGVO?
Eine Hybrid Cloud kombiniert private IT-Systeme (z. B. eigene Server) mit Public-Cloud-Diensten wie AWS, Azure oder Google Cloud.
Vorteile
- Skalierbarkeit bei Lastspitzen
- geringere Kosten durch ausgelagerte Infrastruktur
- hohe Flexibilität bei Anwendungen
Herausforderung:
Daten bewegen sich zwischen Systemen, Standorten und Anbietern. Das erhöht das Datenschutzrisiko – insbesondere bei internationalen Datenübertragungen und mehreren Beteiligten.
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DSGVO-Pflichten in der Hybrid Cloud
a) Verantwortung bleibt beim Unternehmen
Nach Art. 24 DSGVO bleibt dein Unternehmen der Hauptverantwortliche – auch wenn Cloud-Anbieter Daten verarbeiten.
Du musst sicherstellen, dass alle eingesetzten Anbieter DSGVO-konform handeln.
b) Auftragsverarbeitung (Art. 28 DSGVO)
Mit jedem Cloud-Anbieter brauchst du einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV).
Dieser muss u. a. regeln:
- Kategorien personenbezogener Daten
- Zwecke der Verarbeitung
- technische und organisatorische Maßnahmen (z. B. Verschlüsselung, Zugriffskontrolle)
- Speicherorte (EU / Drittstaaten)
- Prüf- und Auditrechte
c) Datenübertragung in Drittländer
Werden Daten außerhalb des EWR verarbeitet (z. B. USA), benötigst du:
- Standardvertragsklauseln (SCCs) oder
- andere geeignete Garantien wie das EU–U.S. Data Privacy Framework.
Die größten DSGVO-Risiken in Hybrid Clouds
| Risiko | Beschreibung | Gegenmaßnahme |
|---|---|---|
| Unkontrollierte Datenflüsse | Speicherung in Cloud-Apps ohne zentrale Steuerung | Dateninventar & Klassifizierung |
| Unklare Zuständigkeiten | Niemand fühlt sich verantwortlich | Governance-Struktur definieren |
| Fehlende Transparenz | Unbekannte Speicherorte | Anbieter mit EU-Rechenzentren |
| Sicherheitslücken | Offene Schnittstellen, unverschlüsselte Backups | Verschlüsselung & Zugriffsbeschränkungen |
| Verstöße durch Dritte | Fehlende AVVs oder ungeprüfte Subdienstleister:innen | Due-Diligence & Audits |
Schritt-für-Schritt zur DSGVO-konformen Hybrid Cloud
Schritt 1: Dateninventar erstellen
- Alle Systeme, Speicherorte und Anwendungen erfassen
- Dokumentieren, wo personenbezogene Daten verarbeitet werden
- Data-Mapping-Tools oder heyData nutzen
Schritt 2: Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA)
Bei risikoreichen Verarbeitungen (Art. 35 DSGVO) Pflicht, z. B. bei:
- Gesundheitsdaten
- KI-gestützten Systemen
- Bewerte:
- Risikoausmaß
- Schutzmaßnahmen
- technisches Sicherheitsniveau
Schritt 3: Verträge und Richtlinien prüfen
- AV-Verträge mit allen Cloud-Anbietern sicherstellen
- Subdienstleister:innen prüfen und absichern
- Interne Richtlinien zu Backup, Löschung und Zugriff aktualisieren
Schritt 4: Sicherheitsmaßnahmen umsetzen
- Verschlüsselung bei Speicherung und Übertragung
- Zugriff nach Least-Privilege-Prinzip
- Multifaktor-Authentifizierung
- Regelmäßige Penetrationstests
Technische Best Practices
| Bereich | Maßnahme | Nutzen |
|---|---|---|
| Datenverschlüsselung | AES-256, TLS 1.3 | Schutz bei Übertragung & Speicherung |
| Identitätsmanagement | MFA, rollenbasierte Zugriffe | Verhindert Missbrauch |
| Backup & Recovery | Geo-redundante Speicher | Hohe Verfügbarkeit |
| Logging & Auditing | Zentrale Logs, SIEM | Transparenz & Nachvollziehbarkeit |
| Netzwerksicherheit | Firewalls, VPN, Zero Trust | Minimiert Angriffsfläche |
Häufige Fehler vermeiden
- Blindes Vertrauen in Cloud-Anbieter
- Keine Übersicht über Subdienstleister:innen
- Veraltete Verträge oder Zertifikate
- Fehlendes zentrales Monitoring
- Manuelle, fehleranfällige Dokumentation
Vorteile automatisierter DSGVO-Compliance
- Zeitersparnis: Reports und DSFA automatisch
- Transparenz: Zentrales Dashboard für Datenflüsse
- Nachweisfähigkeit: Revisionssichere Dokumentation
- Frühwarnsystem: Echtzeit-Erkennung von Risiken
- Rechtskonformität: AVVs, SCCs und DSFAs zentral verwaltet
Zukunftsausblick: Multi-Cloud & KI-Systeme
Unternehmen nutzen zunehmend:
- mehrere Cloud-Anbieter (Multi-Cloud)
- KI-Systeme auf Cloud-Datenbasis
Das bedeutet:
- mehr Datenflüsse
- mehr Auftragsverarbeiter:innen
- höhere Anforderungen an Nachweis und Kontrolle
Automatisierte Plattformen wie heyData werden damit zum zentralen Werkzeug für Datenschutz, Audit, Schulung und Risikoanalyse.
FAQs zur DSGVO in der Hybrid Cloud
Was ist eine Hybrid Cloud?
Eine Hybrid Cloud kombiniert lokale Server (On-Premises) und Cloud-Dienste.
Gilt die DSGVO auch für Cloud-Anbieter?
Ja. Cloud-Anbieter sind Auftragsverarbeiter:innen – die Verantwortung bleibt bei dir.
Was brauche ich für DSGVO-Compliance in der Cloud?
AV-Verträge, Transparenz über Speicherorte, technische Schutzmaßnahmen und Nachweise.
Wie schütze ich Daten in der Cloud?
Durch Verschlüsselung, Zugriffskontrollen, Audits und kontinuierliches Monitoring.
Wie hilft heyData?
heyData automatisiert Datenschutzprüfungen, AVVs, Monitoring und Reporting – speziell für Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen.
Wichtiger Hinweis: Der Inhalt dieses Artikels dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung dar. Die hier bereitgestellten Informationen können eine individuelle Rechtsberatung durch (je nach Anwendungsfall) einen Datenschutzbeauftragten oder Rechtsanwalt nicht ersetzen. Wir übernehmen keine Gewähr für die Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der bereitgestellten Informationen. Jegliche Handlungen, die auf Grundlage der in diesem Artikel enthaltenen Informationen vorgenommen werden, erfolgen auf eigenes Risiko. Wir empfehlen, bei rechtlichen Fragen oder Problemen stets (je nach Anwendungsfall) einen Datenschutzbeauftragten oder Rechtsanwalt zu konsultieren.



