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Warum Sicherheitsrisikobewertungen für Unternehmen jeder Größe wichtig sind

27.01.2023

Kein Unternehmen ist zu klein, um das Ziel eines Cyberangriffs zu werden. Tatsächlich sind kleine Unternehmen oft die bevorzugten Opfer von Hackern, weil sie in der Regel nicht über das gleiche Sicherheitsniveau verfügen wie ihre größeren Kollegen. Deshalb ist es für Unternehmen jeder Größe so wichtig, regelmäßig Sicherheitsrisikobewertungen durchzuführen.

Eine Sicherheitsrisikobewertung ist ein Prozess, bei dem ein Unternehmen die Risiken, die von potenziellen Bedrohungen der Cybersicherheit ausgehen, identifiziert, bewertet und nach Prioritäten ordnet. Durch die regelmäßige Durchführung einer Sicherheitsrisikobewertung können Unternehmen sicherstellen, dass ihre Daten und Systeme gegen die neuesten Bedrohungen geschützt sind. Im Folgenden erfahrt ihr, wie der Prozess der Sicherheitsrisikobewertung funktioniert und wieso Sicherheitsrisikobewertungen so wichtig sind.

Identifizierung von Vermögenswerten und Schwachstellen

Der erste Schritt bei jeder Sicherheitsrisikobewertung besteht darin, die zu schützenden Vermögenswerte zu ermitteln. Dazu gehört alles, von Unternehmensdaten und Kund:inneninformationen bis hin zu Mitarbeitendenunterlagen und geistigem Eigentum. Sobald alle Werte identifiziert sind, müssen im nächsten Schritt die Schwachstellen ermittelt werden, die diese Werte möglicherweise gefährden könnten.

Es gibt viele verschiedene Arten von Schwachstellen, aber zu den häufigsten gehören ungepatchte Software, schwache Passwörter und veraltete Sicherheitsprotokolle. Durch die Identifizierung dieser Schwachstellen können Unternehmen Schritte unternehmen, um sie zu entschärfen und ihre Gefährdung durch Cybersecurity-Bedrohungen zu verringern.

Bewertung des Risikoniveaus

Sobald alle Anlagen und Schwachstellen identifiziert wurden, ist es an der Zeit, die Risiken zu bewerten, die von jeder Schwachstelle ausgehen. Dazu müssen Unternehmen drei Schlüsselfaktoren berücksichtigen: Wahrscheinlichkeit, Auswirkungen und Schweregrad.Die Wahrscheinlichkeit bezieht sich auf die Wahrscheinlichkeit, dass eine bestimmte Schwachstelle von einem Hacker ausgenutzt wird. Die Auswirkung bezieht sich auf den potenziellen Schaden, der durch eine erfolgreiche Ausnutzung verursacht werden könnte. Und der Schweregrad bezieht sich auf die Gesamtbedeutung eines Vermögenswerts im Verhältnis zum Geschäftsbetrieb als Ganzem.Durch die Berücksichtigung aller drei Faktoren können Unternehmen ihre Risiken nach Prioritäten ordnen und entsprechende Pläne zur Risikominderung entwickeln.

Entwicklung eines Plans zur Risikominderung

Der letzte Schritt einer jeden Sicherheitsrisikobewertung ist die Entwicklung eines Plans zur Risikominderung. Dieser Plan sollte detailliert aufzeigen, wie jedes ermittelte Risiko angegangen wird und welche Schritte unternommen werden, um zukünftige Angriffe zu verhindern. Der Plan zur Risikominderung sollte außerdem regelmäßig überprüft werden, um sicherzustellen, dass er angesichts neuer Bedrohungen und technologischer Veränderungen wirksam bleibt.Wenn Unternehmen diese Schritte befolgen, können sie ihre Daten selbst vor den raffiniertesten Cyberangriffen schützen und sichern.

Wieso sind Sicherheitsrisikobewertungen so wichtig?

Datenschutzverletzungen werden immer häufiger - und sie können für Unternehmen schwerwiegende Folgen haben. Eine einzige Datenschutzverletzung kann ein Unternehmen Millionen von Dollar kosten, ganz zu schweigen von der langfristigen Schädigung seines Rufs. Tatsächlich sind 60 % der kleinen Unternehmen, die von einer Datenschutzverletzung betroffen sind, innerhalb von sechs Monaten nicht mehr im Geschäft. Aber es sind nicht nur die finanziellen Kosten, die ihr zu befürchten haben; Datenschutzverletzungen können auch zu erheblichen Geldbußen führen. Wenn ihr beispielsweise eine Datenschutzverletzung erleidet und festgestellt wird, dass ihr keine angemessenen Sicherheitsmaßnahmen ergriffen habt, könnt ihr mit saftigen Geldstrafen aufgrund der DSGVO oder des HIPAA rechnen.Nach der DSGVO können Unternehmen bei Verstößen gegen die Vorschriften mit Geldbußen von bis zu 4 % ihres weltweiten Jahresumsatzes oder 20 Millionen Euro (je nachdem, welcher Betrag höher ist) belegt werden. Und gemäß HIPAA können Unternehmen pro Verstoß mit einer Geldstrafe von bis zu 1,5 Millionen Dollar belegt werden (ohne Höchstgrenze). Es ist also klar, dass Sicherheitsrisikobewertungen nicht auf die leichte Schulter genommen werden dürfen.

Sicherheitsrisikobewertungen sind für Unternehmen jeder Größe unerlässlich, denn selbst eine kleine Datenpanne kann große Folgen haben. Durch die Identifizierung von Vermögenswerten und Schwachstellen, die Bewertung des Risikoniveaus und die Entwicklung von Plänen zur Risikominderung können sich Unternehmen selbst vor den raffiniertesten Bedrohungen der Cybersicherheit schützen.


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