Sicherheitskontrollen sind Schutzmaßnahmen, die Unternehmen zum Schutz vor potenziellen Bedrohungen ergreifen. Sie können physischer oder logischer Natur sein und dienen dazu, Sicherheitsvorfälle zu erkennen, zu verhindern und darauf zu reagieren. Sicherheitskontrollen sind wichtig, weil sie dazu beitragen, die Sicherheit der Vermögenswerte und des Personals einer Organisation zu gewährleisten.

Sicherheitskontrollen werden üblicherweise nach ihrer Funktion eingeteilt, also danach, wann sie in Bezug auf einen Vorfall wirken. Dieser Artikel konzentriert sich auf zwei dieser Typen:

  • Vorbeugende Kontrollen, die verhindern sollen, dass es überhaupt zu Zwischenfällen kommt, und
  • Aufdeckende Kontrollen, die Vorfälle aufdecken sollen, die bereits eingetreten sind.

Andere Einteilungen kennen weitere Typen, etwa korrektive Kontrollen, die nach einem Vorfall den Normalbetrieb wiederherstellen. Zusätzlich lassen sich Kontrollen danach einteilen, wie sie umgesetzt werden: als administrative, technische oder physische Maßnahmen.

Vorbeugende Kontrollen 

Vorbeugende Kontrollen sind proaktive Maßnahmen, die darauf abzielen, potenzielle Bedrohungen abzuwehren, bevor sie eine Chance haben, sich zu verwirklichen. Vorbeugende Kontrollen können administrativ, technisch und physisch umgesetzt werden. Die folgenden Beispiele zeigen, wie:

  • Bei den administrativen Kontrollen geht es um die Umsetzung von Richtlinien und Verfahren, die dazu beitragen, die Wahrscheinlichkeit eines Vorfalls zu verringern. So könnte ein Unternehmen beispielsweise eine Richtlinie einführen, die von den Mitarbeitern verlangt, sichere Passwörter zu verwenden und diese regelmäßig zu ändern.
  • Technische Kontrollen umfassen die Instrumente und Systeme, die zum Schutz der Vermögenswerte eines Unternehmens eingesetzt werden. So könnte ein Unternehmen beispielsweise eine Firewall einrichten, um den unbefugten Zugriff auf sein Netzwerk zu verhindern.
  • Physische Kontrollen beziehen sich auf die physischen Sicherheitsmaßnahmen, die zum Schutz der Räumlichkeiten und des Personals eines Unternehmens ergriffen werden. So kann ein Unternehmen beispielsweise den Zutritt zu seinen Räumen mit Schlössern, Zugangskarten oder Sicherheitspersonal beschränken.

Aufdeckende Kontrollen 

Aufdeckende Kontrollen dienen der Aufdeckung von Vorfällen, die bereits stattgefunden haben. Typische Beispiele sind Prüfpfade, Systeme zur Erkennung von Eindringlingen und, je nach Einsatz, Virenscanner.

  • Prüfpfade zeichnen Ereignisse auf, die innerhalb des Systems einer Organisation stattfinden. Sie können verwendet werden, um bösartige Aktivitäten im Nachhinein aufzuspüren.
  • Intrusion Detection Systeme (IDS) überwachen ein Netzwerk in Echtzeit auf ungewöhnliche oder verdächtige Aktivitäten. Wenn etwas Ungewöhnliches entdeckt wird, wird eine Warnung generiert, so dass entsprechende Maßnahmen ergriffen werden können.
  • Virenscanner überprüfen Dateien auf Viren, Trojaner und andere Schadprogramme. Je nach Einrichtung können sie vorbeugend (Schadsoftware blockieren) oder aufdeckend (bereits vorhandene Schadsoftware finden) wirken. Nach der Umsetzungsform sind sie technische Kontrollen.