Hast du dich schon einmal gefragt, wie Unternehmen sicherstellen, dass die persönlichen Daten von Bewerber:innen und Mitarbeiter:innen geschützt sind? Von Bewerbungen über Gehaltsabrechnungen bis hin zu internen HR-Prozessen: Datenschutz ist nicht nur eine gesetzliche Pflicht, sondern auch ein Zeichen von Respekt und Verantwortung gegenüber des eigenen Teams. Bei heyData nehmen wir das Thema sehr ernst und möchten dir heute zeigen, wie wir im Bereich People and Culture Datenschutz umsetzen und DSGVO konform bleiben.
Warum ist es wichtig?
People and Culture Teams sind bekannt dafür, mit vielen sensiblen Daten zu arbeiten. Von der Personalverwaltung über die Gehaltsabrechnung bis hin zur Bewerberverwaltung. Wie man sich vorstellen kann, werden hier viele persönliche und sensible Daten gesammelt, die aber essenziell für die Arbeit im People-and-Culture-Team sind. Damit diese Daten unserer Mitarbeiter:innen und Bewerber:innen gut geschützt sind, ist die richtige Nutzung von Tools wie beispielsweise unserem HR Information System (HRIS) Personio oder ein DSGVO-konformer Passwortmanager ein wichtiger Baustein unseres Datenschutzkonzepts. Uns ist es wichtig, dass sich Personio und 1Password als deutsche Unternehmen an die strengen deutschen Datenschutzgesetze und die DSGVO halten müssen, was uns zusätzliche Sicherheit gibt.
Siehe auch: Sichere Remote-Arbeit: Wichtige Tipps zur Datensicherheit für Arbeitgeber und Arbeitnehmer
So sorgen wir für Datensicherheit
HRIS DSGVO-konform nutzen
Im People-and-Culture-Team bei heyData arbeiten wir hauptsächlich mit Personio, einer deutschen All-in-One-HR-Software. Mit Personio verwalten wir sämtliche HR-Prozesse zentral und effizient. Die wichtigsten Funktionen, die wir nutzen sind zum Beispiel:
- Zentrale Datenverwaltung: Durch die zentrale Verwaltung aller Mitarbeiter:innendaten in Personio behalten wir den Überblick und minimieren Fehlerquellen.
- Rechte- und Rollenmanagement: Nur autorisierte Personen haben Zugriff auf sensible Daten. Das ausgeklügelte Rechte- und Rollenmanagement von Personio stellt sicher, dass jeder nur die Daten sieht, die er wirklich benötigt.
- Automatisierte Prozesse: Automatisierung hilft nicht nur bei der Effizienz, sondern stellt auch sicher, dass Datenschutzrichtlinien konsequent eingehalten werden.
Datenlöschung und -aufbewahrung
Ein weiterer wichtiger Aspekt im Datenschutz ist die Datenlöschung. Es ist entscheidend, dass persönliche Daten nicht länger als nötig aufbewahrt werden, um den Datenschutz von Personen zu gewährleisten und gesetzliche Vorgaben einzuhalten. Bei heyData haben wir klare Richtlinien und Prozesse implementiert, um dies sicherzustellen.
- Regelmäßige Überprüfung: Wir überprüfen regelmäßig unsere Datenbanken, um veraltete Daten zu identifizieren.
- Automatisierte Löschfristen: Wir haben automatisierte Löschfristen in unseren Tools eingerichtet, die sicherstellen, dass Daten nach Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist gelöscht werden. Insbesondere bei Bewerberdaten ist dies wichtig.
- Manuelle Überprüfung: Bei Bedarf führen wir manuelle Überprüfungen und Löschungen durch, um sicherzustellen, dass keine sensiblen Daten unberechtigt gespeichert werden.
Sensible Daten in sicheren Händen: So sorgen wir für Geheimhaltung
Die Geheimhaltung von Mitarbeiterdaten hat bei uns oberste Priorität. Wir haben verschiedene Maßnahmen implementiert, um sicherzustellen, dass diese Daten geschützt sind. Dies umfasst technische, organisatorische und personelle Maßnahmen, um höchste Sicherheitsstandards zu gewährleisten:
- Verschlüsselung: Alle sensiblen Daten werden verschlüsselt gespeichert, sowohl während der Übertragung als auch im Ruhezustand.
- Schulung: Unsere Mitarbeiter:innen werden mithilfe der heyData Academy regelmäßig zu den Themen Datenschutz und Datensicherheit geschult, um sicherzustellen, dass sie die Bedeutung und die Best Practices kennen.
- Zugangskontrollen: Strenge Zugangskontrollen sorgen dafür, dass nur berechtigte Personen Zugriff auf vertrauliche Informationen haben.
Teamarbeit und Datenschutz: kontinuierlich konform bleiben
Wir haben schnell gemerkt, dass Datenschutz kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess ist. Wir setzen auf bewährte Tools und haben klare Prozesse und Richtlinien, um sicherzustellen, dass wir jederzeit DSGVO-konform handeln. Datenschutz ist Teamarbeit, und jeder Einzelne in unserem Unternehmen trägt dazu bei, die Daten unserer Mitarbeiter:innen und externer Personen oder Firmen bestmöglich zu schützen. Werden diese Vorgaben nicht eingehalten, können ernsthafte Folgen eintreten:
- Hohe Geldstrafen: Verstöße gegen die DSGVO können zu erheblichen Bußgeldern führen, die die finanzielle Stabilität eines Unternehmens gefährden können.
- Verlust von Vertrauen: Datenschutzverletzungen können das Vertrauen von Mitarbeitern, Kunden und Partnern nachhaltig beschädigen, was sich negativ auf das Unternehmensimage auswirkt.
- Betriebliche Konsequenzen: Datenschutzvorfälle können interne Abläufe erheblich stören und zu ineffizienten Prozessen sowie zusätzlichen Kosten für die Bewältigung der Situation führen.
Siehe auch: Die Folgen von Non-Compliance
Im Folgenden findet ihr eine Checkliste für euer People-and-Culture-Team mit unseren wichtigsten Tipps, um den Datenschutz in eurem Unternehmen zu verbessern und sicherzustellen, dass ihr DSGVO-konform handelt.
FAQ
Warum spielt der Datenschutz im People & Culture Management eine so entscheidende Rolle?
Warum spielt der Datenschutz im People & Culture Management eine so entscheidende Rolle?
Im HR-Bereich werden besonders schützenswerte Daten verarbeitet. Dazu zählen nicht nur Standardinformationen wie Kontaktdaten oder Sozialversicherungsnummern, sondern häufig auch besondere Kategorien personenbezogener Daten nach Art. 9 DSGVO, wie etwa Gesundheitsdaten (Krankmeldungen), Religionszugehörigkeit (Kirchensteuer) oder Schwerbehinderungen. Datenschutzverstöße im HR-Bereich wiegen nicht nur rechtlich schwer, sondern zerstören auch das fundamentale Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitgeber, Belegschaft und Bewerbenden.
Welche datenschutzrechtlichen Vorgaben gelten bei der Bewerberauswahl (Recruiting)?
Welche datenschutzrechtlichen Vorgaben gelten bei der Bewerberauswahl (Recruiting)?
Bereits im Bewerbungsprozess greifen strenge Regeln. Personaldaten dürfen ausschließlich für die Entscheidung über die Begründung eines Beschäftigungsverhältnisses verarbeitet werden (§ 26 BDSG). Sobald der Bewerbungsprozess abgeschlossen ist und eine Absage erteilt wird, müssen die Bewerbungsunterlagen in der Regel nach spätestens 6 Monaten gelöscht werden (Frist zur Abwehr von Ansprüchen nach dem AGG). Eine längere Speicherung, etwa für einen Talent Pool, ist nur mit einer expliziten, freiwilligen und jederzeit widerrufbaren Einwilligung der Bewerbenden zulässig.
Wie müssen Personalakten im Arbeitsalltag geschützt werden?
Wie müssen Personalakten im Arbeitsalltag geschützt werden?
Ob digital oder in Papierform: Personalakten unterliegen strengen Vertraulichkeits- und Sicherheitsstandards (Art. 32 DSGVO). Unternehmen müssen sicherstellen, dass nur befugte HR-Mitarbeitende oder Führungskräfte mit berechtigtem Interesse Zugriff auf spezifische Akteninhalte haben (Need-to-know-Prinzip). Bei digitalen HR-Softwarelösungen sind granulare Rollen- und Rechtekonzepte, Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) sowie verschlüsselte Speicherungen zwingend erforderlich, um unbefugte Blicke zu verhindern.
Wie gelingt die praktische Zusammenarbeit zwischen HR und Datenschutzbeauftragten?
Wie gelingt die praktische Zusammenarbeit zwischen HR und Datenschutzbeauftragten?
Datenschutz sollte im People Operations Team nicht als Bremse, sondern als Qualitätsmerkmal begründet werden. Eine erfolgreiche Praxis umfasst folgende Punkte:
- Frühzeitige Einbindung: Den Datenschutzbeauftragten (DSB) bereits bei der Einführung neuer HR-Software, Zeiterfassungstools oder Feedback-Prozesse konsultieren (Privacy by Design).
- Betriebsrat & Mitarbeitervertretung einbinden: Technische Einrichtungen zur Verhaltens- oder Leistungskontrolle (z. B. KI-Videointerviews, Tracking-Software) erfordern klare Betriebsvereinbarungen und Transparenz.
- Mitarbeiter-Sensibilisierung: Das People & Culture Team regelmäßig zu Datenschutzfragen schulen, um Bewusstsein für Datenpannen und den vertraulichen Umgang mit Kollegendaten zu schaffen.







